Für Anionen lassen sich anhand der oben genannten Reaktionen die folgenden Empfindlichkeiten für die Leitfähigkeitsdetektion bestimmen (Tabelle 1).
28.09.2026
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Die Ionenchromatographie (IC) ist eine leistungsstarke Analysemethode zur Trennung und Quantifizierung ionischer Spezies in verschiedenen Probenmatrices. Die Wahl der Detektionsmethode hängt von den zu untersuchenden Analyten ab und ist entscheidend für das Erreichen einer hohen Empfindlichkeit und Selektivität. Dieser Blog-Beitrag befasst sich mit den grundlegenden Prinzipien der wichtigsten Detektionsverfahren in der IC, darunter die nicht-suppressierte und suppressierte Leitfähigkeitsdetektion, die UV/VIS-Detektion, die amperometrische Detektion sowie Kopplungstechniken wie die Massenspektrometrie (MS) und die induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie (ICP-MS). Das Verständnis dieser Verfahren hilft IC-Anwendern dabei, das für bestimmte Anwendungen am besten geeignete Detektionssystem auszuwählen.
Dieser Blog-Beitrag behandelt die folgenden Themen:
Die Ionenchromatographie nutzt zahlreiche Detektionsmethoden, um Analyten effizient zu identifizieren und zu quantifizieren. Die am häufigsten verwendeten Detektionstechniken sind ([1–6]):
Jede Technik bietet spezifische Vorteile und Einschränkungen, die in den folgenden Abschnitten detailliert erläutert werden.
Die Leitfähigkeitsdetektion misst die Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit, wenn Ionen den Detektor passieren. Wenn ein Analyt aus der Trennsäule eluiert, verändert er die Leitfähigkeit der mobilen Phase und erzeugt so ein messbares Signal [7].
Grenzen und Herausforderungen der Leitfähigkeitsmessung:
Durch den Einsatz sogenannter „Suppressionstechniken“ lässt sich die Eigenleitfähigkeit bestimmter Eluenten drastisch reduzieren und die Empfindlichkeit erheblich verbessern [7].
Die chemische Suppression in der Ionenchromatographie erhöht die Empfindlichkeit, indem sie die Hintergrundleitfähigkeit verringert und so die Detektion ionischer Analyten in niedrigen Konzentrationen erleichtert. Dies geschieht durch Umwandlung des Eluenten in eine schwach leitfähige Form nach der Trennung der Analyten. Der Mechanismus hängt davon ab, ob Anionen oder Kationen analysiert werden [1].
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Die UV/VIS-Detektion beruht auf der Absorption von ultraviolettem (UV) oder sichtbarem (VIS) Licht durch die Analyten. Diese Detektionsmethode eignet sich für Verbindungen, die Chromophore enthalten, wie zum Beispiel aromatische Verbindungen und Übergangsmetallkomplexe. Vor- oder Nachsäulenderivatisierungstechniken können die Detektion nicht absorbierender Analyten verbessern [5,7].
Einschränkungen und Herausforderungen der UV/VIS-Detektion:
Die amperometrische Detektion nutzt eine elektrochemische Zelle, um den Strom zu messen, der durch die Oxidation oder Reduktion von Analyten an der Elektrodenoberfläche erzeugt wird [1,5,6]. Sie ist hochselektiv für elektroaktive Verbindungen, einschließlich Kohlenhydrate, Zuckeralkohole und bestimmte Anionen/Kationen.
Grenzen und Herausforderungen der amperometrischen Detektion:
Massenspektrometer, wie sie beispielsweise für ESI (Elektrospray-Ionisation)-MS, ESI-MS/MS und ICP-MS verwendet werden, detektieren Analyten anhand ihres Masse-zu-Ladungs-Verhältnisses und bieten dabei eine hohe Empfindlichkeit und Spezifität [6]. Diese Techniken eignen sich besonders für den Nachweis im Spurenbereich, die Elementspeziierung und zur eindeutigen Identifizierung komplexer Analyten.
Einschränkungen und Herausforderungen von Kopplungstechniken:
Die Wahl der geeigneten Detektionsmethode hängt von der Anwendung und den Eigenschaften des Analyten ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen in der Ionenchromatographie verwendeten Detektoren und die Anwendungen, für die sie sich besonders eignen.
| Detektionsmethode | Anwendungen | Wichtigste Vorteile |
|---|---|---|
| Leitfähigkeit | Anionen, Kationen, Amine | Universell, wartungsfrei, zerstörungsfrei |
| UV/VIS | Bromat, Chromat, Oxoverbindungen, Stickstoff-/Schwefelverbindungen, Halogene, organische Substanzen | Hohe Spezifität, flexible Wellenlängeneinstellungen |
| Amperometrie | Kohlenhydrate, Zuckeralkohole, elektroaktive organische Substanzen | Hohe Selektivität und Empfindlichkeit gegenüber redoxreaktiven Verbindungen |
| Massenspektrometrie (ESI-MS, ESI-MS/MS, ICP-MS) | Spurenelemente (Cr, As, Se, I, Fe usw.) (ICP-MS), Pestizide, Amine, Halogenessigsäuren, organische Moleküle (ESI-MS, ESI-MS/MS) | Ultrahohe Empfindlichkeit, eindeutige Identifizierung |
Beispiele finden Sie in den folgenden Abschnitten. Klicken Sie auf die jeweilige Überschrift, um weitere Informationen anzuzeigen.
Die Wahl der geeigneten Detektionsmethode in der Ionenchromatographie ist entscheidend für eine möglichst genaue und zuverlässige Analyse. Die Leitfähigkeitsmessung bleibt der Standard für allgemeine ionische Spezies, während die UV/VIS- und die amperometrische Detektion eine verbesserte Selektivität für spezifische Verbindungen bieten. Kopplungstechniken wie ESI-MS, ESI-MS/MS und ICP-MS bieten eine außergewöhnliche Empfindlichkeit und Spezifität für Spuren und komplexe Analyten.
Ein Verständnis der Grundlagen und Limitierungen der unterschiedlichen Detektionsmethoden ermöglicht die Auswahl der jeweils am besten geeigneten Methode, um eine optimale Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
[1Schäfer, H.; Läubli, M. Monographie Ionenchromatographie; Metrohm AG: Herisau, Schweiz, 2023. https://www.metrohm.com/en/products/8/1085/81085077.html
[2] Haddad, P. R.; Jackson, P. E. IonenchromatographieJournal of Chromatography Library; Elsevier: Amsterdam, 1990. eBook ISBN: 9780080858531
[3] Michalski, R. Prinzipien und Anwendungen der Ionenchromatographie. In Anwendung von IC-MS und IC-ICP-MS in der UmweltforschungJohn Wiley & Sons, Ltd, 2016; S. 1–46. DOI:10.1002/9781119085362.ch1
[4] Michalski, R. Ionenchromatographie als Referenzmethode zur Bestimmung anorganischer Ionen in Wasser und Abwasser. Kritische Rezensionen in der Analytischen Chemie 2006, 36 (2), 107–127. DOI:10.1080/10408340600713678
[5Buchberger, W. W. Nachweisverfahren in der Ionenchromatographie anorganischer Ionen. TrAC Trends in Analytical Chemistry 2001, 20 (6), 296–303. DOI:10.1016/S0165-9936(01)00068-1
[6] Paull, B.; Nesterenko, P. N. Kapitel 8 - Ionenchromatographie. In FlüssigkeitschromatographieFanali, S., Haddad, P. R., Poole, C. F., Schoenmakers, P., Lloyd, D., Hrsg.; Sonst: Amsterdam, 2013; S. 157–191. DOI:10.1016/B978-0-12-415807-8.00008-0
[7] Kolb, M.; Seubert, A.; Schäfer, H.; Läubli, M. (Editor). Monographie: Praktische Ionenchromatographie, 3. Aufl.; Metrohm AG: Herisau, Schweiz, 2020. https://www.metrohm.com/en/products/8/1085/81085069.html
Broschüre: Kationenunterdrückung in der Ionenchromatographie – Kationenbestimmung im Spurenbereich
Monographie: Fortschrittliche Detektionstechniken in der Ionenchromatographie
Monographie: Praktische Ionenchromatographie – Eine Einführung
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