Rückblick auf das 2. Anwenderforum Ionenchromatographie in Filderstadt
07.06.2017

„Der Fortschritt lebt vom Austausch des Wissens“  Die Gültigkeit dieses Zitates von Albert Einstein bestätigte sich am 1. Juni 2017 für 19 Wissenschaftler und Anwender im Seminarzentrum von Metrohm Deutschland in Filderstadt. Im Mittelpunkt stand der Erfahrungsaustausch von Probenvorbereitungs- und modernen Detektionstechniken in der Ionenchromatographie.



Die bereits im 1. Anwenderforum erfolgreiche Mischung aus Vorträgen zum aktuellen Stand der Technik im Wechsel mit spannenden Applikationslösungen, die von Anwendern vorgestellt wurden, boten den Teilnehmern neue Ideen für ihre Aufgaben.
Hier die Zusammenfassung der Vorträge mit Praxisrelevanz:

Dr. Michael Marks vom Fachbereich Geowissenschaften der Universität Tübingen berichtete über den Einsatz der Combustion IC zur Untersuchung von Halogenkreisläufen bei der oberflächlichen Verwitterung von Blei-Lagerstätten. Neben dem sehr interessanten wissenschaftlichen Hintergrund der Untersuchungen ging es bei dieser Präsentation auch um die analytischen Herausforderungen und deren Lösungen. Große Unterschiede im Gehalt der verschiedenen Halogene erfordern hier eine spezielle Anpassung der Chromatographie-Bedingungen.

Frau Jasmin Tafel vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart stellte ihre Erfahrungen bei der Analytik von Kohlenhydraten in verschiedenen Lebensmittel-Matrices vor. Bei der sehr komplexen und vielfältigen Zusammensetzung der Proben spielt die Optimierung der Probenvorbereitung und die automatische Matrixabtrennung mittels Inline-Dialyse eine besondere Rolle. Die deutlich niedrigeren Nachweisgrenzen und eine bessere Selektivität bieten beim Einsatz der Ionenchromatographie im Vergleich zur etablierten HPLC Methode neue Chancen und eine zusätzliche Alternativmethode zur Absicherung von Werten.

Frau Simone Korstian von PerkinElmer LAS (Germany) informierte die Teilnehmer über die Möglichkeiten der Kopplungstechnik IC-ICP-MS. Speziell die Erfahrungen bei der Speziation von Cr(III) und Cr(VI) mit der Kopplung eines Metrohm Ionenchromatographien an ein PerkinElmer NexION standen hierbei im Vordergrund. Das komplette System wird dabei über eine gemeinsame Software (Empower 3) gesteuert und bedient.

Die optimale Teilnehmerzahl machte einen intensiven und effizienten Austausch möglich. Abgerundet wurde der Tag durch einen Rundgang durch die Firma. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren überaus positiv. Neben zahlreichen Anregungen und Tipps für das praktische Arbeiten nahmen die Teilnehmer viele neue Kontakte auf ihren Heimweg mit.


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