Rückblick auf das Anwenderforum Ionenchromatographie in Münster
19.05.2017

Anwenderforum Ionenchromatographie
Auf dem Anwender-Forum Ionenchromatographie tauschten sich Wissenschaftler und Anwender zu modernen Detektionsverfahren, Probenvorbereitungstechniken und Applikationen in der Ionenchromatographie aus.

Zum Auftakt des ersten der beiden diesjährigen Anwenderforen Ionenchromatographie fanden sich in Münster am 11. Mai 2017 zahlreiche Ionenchromatographie-Anwender ein. Die angenehme Atmosphäre im Hotel am Wasserturm ermöglichte die Gestaltung eines abwechslungsreichen Programms, das neben interessanten Vorträgen auch Raum für den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern, den Referenten und Metrohm Applikationsspezialisten ließ.

Dr. Sascha Nowak vom MEET Battery Research Center der Universität Münster gab einen interessanten Einblick in die Möglichkeiten, die Ionenchromatographie für die Analytik von Übergangsmetallen in Lithium Ionen Batterien einzusetzen. Eine besondere Herausforderung stellen hier die großen Konzentrationsunterschiede zwischen dem im Überschuss vorliegenden Lithium und den zum Teil im Spurenbereich zu bestimmenden Übergangsmetallen dar.

Beatrice Sander von der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt in Braunschweig berichtete über die Herausforderungen bei der Bestimmung der molaren Leitfähigkeit von Reinstwasser. Hier wird die Ionenchromatographie in einem speziellen Messaufbau eingesetzt, um im unteren µg/kg-Bereich den Kaliumchlorid-Gehalt in einem geschlossenen Messkreislauf zu überwachen. Zusätzlich übernimmt die MagIC Net Software in Kombination mit der Metrohm Dosino Technologie komplexe Steuerungsaufgaben bei der Zudosierung eines Leitfähigkeitsstandards in den Messkreislauf.

Oliver Keuth vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe
berichtete über die Hintergründe, Herausforderungen und die Methodenoptimierung bei der Bestimmung von organischen Säuren und anorganischen Anionen in der Weinanalytik. Die Ionenchromatographie konnte hier die enzymatische Bestimmung, die mit sehr hohen Verbrauchskosten verbunden ist, als Standardverfahren ablösen. Außerdem bietet die Ionenchromatographie die Möglichkeit, zusätzliche Säuren zu erfassen, für die es keine alternativen Methoden gibt.

Sowohl die Teilnehmer des Anwenderforums als auch die Gastreferenten profitierten von den interessanten Vorträgen und Diskussionen. Besonders geschätzt wurde die familiäre und offene Atmosphäre verbunden mit der Knüpfung neuer Kontakte. Dank dem erneut sehr großen Zuspruch wird diese Veranstaltungsreihe fortgesetzt. Das 2. Anwenderforum Ionenchromatographie in diesem Jahr findet am 1. Juni in Filderstadt statt.


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