Halogenessigsäuren, Bromat und Dalapon in natürlichen Gewässern – neue Methode, die 50% schneller ist als die aktuelle USEPA Methode
17.02.2017

Water drop bouncing off the water surface
Wu et. al. zeigen eine neue Methode zur Analyse von neun Halogenessigsäuren (HAAs), Bromat und Dalapon zusammen mit vier potentiell giftigeren iodhaltigen Halogenessigsäuren in natürlichen Wässern mittels Kopplung der Ionenchromatographie mit Tandem-Massenspektrometrie (IC-MS/MS). Die neue Methode ist 50% schneller als die aktuelle USEPA Methode 557, erfasst mehr Komponenten und erreicht den sub-µg/L-Bereich für alle 15 Analyten.

Halogenessigsäuren zählen zu den am häufigsten gefundenen Desinfektions-Nebenprodukten bei den US-Wasserversorgungsunternehmen. Einige von ihnen werden von der USEPA reguliert und wurden als potentiell krebserregend eingestuft. Halogenessigsäuren wurden traditionell über die Gaschromaotgraphie (GC) bestimmt, die eine Derivatisierung und Extraktion der Proben erfordert. Diese Schritte sind arbeitsintensiv, zeitaufwendig und können sich negativ auf die Reproduzierbarkeit auswirken.

Die von Wu et. al. in der Publikation vorgestellte Methode beseitigt diese Nachteile durch die Kopplung der Ionenchromatographie mit der Tandem-Massenspektrometrie. Die Methode wurde zur Bestimmung von 13 Halogenessigsäuren, Bromat und Dalapon in unbehandelten, chlorierten und chloraminierten Grundwasser- und Oberflächenwasserproben angewendet. Die Methode bietet einen einfachen Ansatz, das Gesundheitsrisiko der Halogenessigsäuren, insbesondere der hochtoxischen, iodierten Formen, zu bewerten.

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