Online-Ionenchromatographie: Überwachung von korrosiven Anionen in ultra-überkritischen Dampfkraftwerken
15.01.2015

Kühlturm

Korrosion ist der natürliche Feind von Dampfkraftwerken. Sie nagt an Rohren, Turbinenschaufeln und Rotoren. Die Konzentration von korrosiv wirkenden Anionen im Wasser-Dampf-Kreislauf muss daher laufend überwacht werden, und zwar im Ultraspurenbereich. Online-Überwachung mittels Ionenchromatographie erfüllt diese Anforderungen sowohl hinsichtlich der erforderlichen Empfindlichkeit als auch der Zuverlässigkeit der Methode, wie ein Projekt der Taiwan Power Company zeigt.

Die Taiwan Power Company plant eine Erweiterung ihrer Kohlekraftwerke in Linkou und Talin um drei bzw. zwei ultra-überkritische 800-Megawatt-Einheiten, die zwischen 2016 und 2021 sukzessive in Betrieb genommen werden sollen. Beide Standorte werden sich dabei auf Metrohm IC-Systeme zur Überwachung der kritischen Anionen im Wasser-Dampf-Kreislauf verlassen.
Weil bereits geringste Spuren von korrosiven Anionen verheerende Auswirkungen auf Turbinenschaufeln und Rotoren solcher Kraftwerke haben, sind Nachweisgrenzen von 0.5 bis 5 µg/L gefordert – Konzentrationen, die um den Faktor 100 tiefer liegen als jene, die in subkritischen Kraftwerken noch toleriert werden.

In den IC-Systemen von Metrohm werden die Chlorid- und Sulfationen zunächst angereichert, anschließend erfolgt die Eliminierung der Matrix. Die darauf folgende Bestimmung mittels Leitfähigkeitsdetektion nach sequenzieller Suppression ermöglicht eine besonders empfindliche und zugleich zuverlässige Bestimmung der Analyten. Nähere Informationen zum Projekt und zur Applikation sind in einem technischen Artikel oder direkt von Metrohm erhältlich.
 

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