Chrom (VI) in Spielzeug - Bestimmung mittels Ionenchromatographie
22.10.2013 11:30

Chrom (VI) in Spielzeug Kinder sind gegenüber der Aufnahme von Schwermetallen in vielfältiger Weise exponiert. Insbesondere Chrom (VI), aufgenommen über die Nahrung und Trinkwasser, über die Atemluft, über Textilien, über metallhaltige Bedarfsgegenstände sowie über Spielzeug stellt ein Gefährdungspotenzial dar. Die analytische Bestimmung von Chrom (VI) in Spielzeug zur Einhaltung der Grenzwerte ist in der Europäischen Norm DIN EN 71-3:2013 (Sicherheit von Spielzeug Teil 3 - Migration bestimmter Elemente) beschrieben.

Je nach Art des Spielzeugs unterscheidet die Norm drei Kategorien:

Kategorie I – Migrationslimit: 0,02 mg/kg Chrom (VI)
trockene, brüchige, staubförmige oder geschmeidige Materialien
z.B. Minen von Buntstiften, Kreide, Wachskreiden…
Kategorie II – Migrationslimit: 0,005 mg/kg Chrom (VI)
flüssige oder haftende Materialien
Fingermalfarben, Lacke, flüssige Tinte oder Seifenlösungen…
Kategorie III – Migrationslimit: 0,2 mg/kg Chrom (VI)
Abgeschabte Materialien
Überzüge aus Lack, Druckfarben, Anstrichfarben …
Papier und Pappe, Glas, Keramik, metallische Materialien, ungefärbte und gefärbte Materialien z.B. Holz und Leder

Chrom (VI) in Spielzeug - Bestimmung mittels IonenchromatographieMetrohm hat für diese Anwendung eine ionenchromatographische Methode mittels Anreicherung und Inline-Matrixeliminierung entwickelt.
Ein Teil der nach DIN EN 71-3:2013-07 Vorschrift hergestellten Migrationslösung wird auf eine Anreicherungssäule gegeben, wobei die Matrix mittels einer Spüllösung von der Säule eluiert wird. Im zweiten Schritt erfolgt die chromatographische Trennung auf einem Anionenaustauscher. Zur Detektion wird eine sehr spezifische Nachsäulenderivatisierung in Kombination mit UV/VIS-Detektion eingesetzt.