Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag, thermometrische Titration!
04.03.2013 17:30

thermometrische TitrationDie meisten Chemiker sind sich wohl einig, dass Thermometrische-Endpunkt-Titration (TET) eine neue Technik ist. Ist sie nicht. In der Tat ist sie im letzten Monat 100 Jahre alt geworden. Die meisten Texte zum Thema stammen von James M. Bell und Charles F. Cowell in der Zeitschrift der American Chemical Society im Januar 1913, welche die erste auf dem Feld war. Ursprünglicher Artikel (von der American Chemical Society): DOI: 10.1021/ja02190a004, James M. Bell und Charles F. Cowell, Methoden zur Herstellung von Lösungen von Ammonium-Citrat. J. Am. Chem. Soc. 35, 49-54 (1913)

Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde TET weiterentwickelt, um praktische Probleme in der industriellen Chemie, die in der Potentiometrie nicht zugänglich sind (z.B. Bestimmung von Natrium, Aluminium, Phosphat) zu lösen. TET ist schneller als Potentiometrie, erfordert keine Wartung des Sensors, ist unempfindlich gegen aggressive Matrices, und ein Sensor eignet sich universell für alle Arten der Titration: Säure/ Base-, Redox-, EDTA-, Fällungs- und Nicht-Wässrige. Das herausragenste Titrationssystem nach dem TET Prinzip ist der 859 Titrotherm. Es wurden viele Versuche im Laufe der Jahre unternommen, aber kein Unternehmen außer Metrohm ist es gelungen, solch ein praktisches thermometrisches Titrations-System auf den Markt zu bringen, das in jedem Detail so vollständig ist.