Ionenchromatographie und Voltammetrie zur Bestimmung von Chrom(VI) in Umweltproben
08.02.2012 08:15

Bestimmung von Chrom(VI)Hohe Chrom(VI)-Werte in Umweltproben haben zuletzt die Öffentlichkeit in den USA aufgeschreckt und den Ruf nach strengeren Auflagen für die Industrie verstärkt. Metrohm bietet mit der Ionenchromatographie und der Voltammetrie zwei bewährte Methoden zur Bestimmung von Chrom(VI) und liefert den Behörden auch die entsprechenden Geräte.

Die Ionenchromatographie ist eine bewährte Analysentechnik zur Chrom(VI)-Bestimmung. Nach Trennung auf einer Polyalkohol-Anionenaustauschersäule reagiert Chrom(VI) in einer Nachsäulenderivatisierung mit dem zugesetzten 1,5 –Diphenylcarbazid zu einem violetten Chrom-Diphenylcarbazon-Komplex, der sich durch anschliessende VIS-Detektion bei 540 nm mit hoher Empfindlichkeit nachweisen lässt. Die gemäss DIN 32645 bestimmte Nachweisgrenze des Chromats liegt bei Verwendung einer 1000-µL Probenschleife unter 10 ng/L. Zur vollautomatischen Bestimmung von Chrom(VI) mittels Ionenchromatographie empfiehlt Metrohm eine Kombination aus 850 Professional IC, 887 Professional UV/VIS Detector und 886 Professional Reactor.

Alternativ kann Chrom(VI) auch voltammetrisch mit dem 797 VA Computrace bestimmt werden. Im Gegensatz zu spektroskopischen Methoden kann die Voltammetrie zwischen verschiedenen Oxidationsstufen der Metallionen (Speziation) sowie zwischen freien und gebundenen Metallionen unterscheiden. Dies erlaubt Aussagen zur Bioverfügbarkeit und Toxizität von Schwermetallen. Trink- und Grundwasserproben lassen sich mittels Voltammetrie direkt ohne Probenvorbereitung analysieren. Bei verschmutzten Proben kann die organische Matrix durch UV-Photolyse mithilfe eines 705 UV Digesters innerhalb von 60 Minuten zuverlässig entfernt werden.