Milch und Milchprodukte

Im Einklang mit internationalen Normen

Für die Analyse von Milch und Milchprodukten sind fehleranfällige und zeitaufwändige Probenvorbereitungstechniken erforderlich. Unsere automatisierten Geräte übernehmen diese Probenvorbereitung. Neben der Zeiteinsparung und einer besseren Verfolgbarkeit können Sie auch noch die Zuverlässigkeit Ihrer Analysen erhöhen und die Einhaltung internationaler Normen gewährleisten.

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Natrium in Milchprodukten

Der Natriumgehalt von Getränken wird in der Regel indirekt durch eine Fällungsreaktion mit Silbernitrat bestimmt. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Chloridionen in einem molaren Verhältnis von 1:1 zu den Natriumionen stehen. Demgegenüber sind die gängigen Methoden für die direkte Natriumbestimmung wie AAS oder ICP/MS sehr teuer.

Die thermometrische Titration ist eine kostengünstige und einfach durchzuführende Alternative. Dabei werden die Proteine in der Milchprobe zunächst mit Trichloressigsäure ausgefällt und dann durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt. Ein Aliquot wird in der Gegenwart von NH4F bei einem pH-Wert von 3 mit einer Aluminiumnitratlösung titriert, die einen Überschuss an Kaliumionen enthält. In der exothermen Reaktion entsteht dabei unlösliches NaK2AlF6.

Erfahren Sie mehr über die Na-Analyse in anderen Nahrungsmitteln

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Laborautomation bei Milch und Milchprodukten

815 Robotic Titration Soliprep with Titrando and laptop
Die Analysen von Milch und Milchprodukten wie Käse und Sahne beinhalten u. a. die Bestimmung von Standardparametern wie pH-Wert und Säuregehalt, aber auch die Konzentration verschiedener Ionen wie beispielsweise Natrium, Calcium und Chlorid.

Das Vorhandensein von Fetten und Proteinen macht die Probenvorbereitung in Milch und Milchprodukten in vielen Fällen mühsam und fehleranfällig. Das stimmt nicht, wenn Sie den 815 Robotic Titration Soliprep mit einem Polytron-Homogenisierer einsetzen. Die jeweilige Probe wird lediglich eingewogen und ins Probenrack gestellt – alles Weitere erfolgt vollautomatisch. Dadurch wird eine immer gleiche Probenvorbereitung sichergestellt.

Die Möglichkeiten, verschiedene Arbeitsschritte zu kombinieren, sind fast unbegrenzt, das Gerät lässt sich ohne Weiteres mit einem Flüssigchromatographen koppeln.

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Ionenchromatographie – Eine flexible Methode für Milchprodukte

Mit ihren verschiedenen Separationsverfahren, Detektionsarten sowie den zahlreichen Möglichkeiten der Automatisierung und Probenvorbereitung ist die Ionenchromatographie (IC) eine höchst flexible Anwendung. Sie wird auch zur Bestimmung von Kohlenhydraten, organischen Säuren, Chloriden und Sulfaten, Alkali- und Erdalkalimetallen sowie Antioxidantien eingesetzt.

Ionen in der H-Milch

Ob Milchprodukte in Form von Babynahrung, Jogurt, Trinkmilch oder lactosefreien Lebensmitteln – die Ionenanalyse ist ein entscheidender Baustein der Qualitätskontrolle. Viele anorganische Elemente, die in der Milch zu finden sind, können mittels Ionenchromatographie bestimmt werden. Sie ermöglicht die Analyse von
  • Anionen (z. B. Iodid, Chlorid, Phosphat, Sulfat, Nitrat, Nitrit, Thiocyanat, Cyanurat und Perchlorat)
  • Kationen (z. B. Natrium, Ammonium, Kalium, Calcium, Magnesium und Melamin)
  • und Kohlenhydraten (z. B. Galactose und Lactose)

Die Inline-Dialyse ist hierfür eine effiziente Probenvorbereitung zur voll automatischen Abtrennung der proteinhaltigen Matrix und ersetzt damit den zeitaufwändigen, manuellen Arbeitsschritt der Proteinausfällung mit Carrez-Reagenz.

Lactose in «lactosefreien» Produkten

Die Hauptzuckerart in Milch ist Lactose, deshalb ist sie auch in den meisten Milchprodukten enthalten. Lactose ist eine bemerkenswerte Energiequelle. Im Verdauungstrakt wird die Lactose mit Hilfe des Enzyms Lactase in die Bestandteile Glucose und Galactose aufgespalten. Vielen Menschen fehlt dieses Enzym, und deshalb können sie die Lactose nicht verdauen.

Um Beschwerden zu vermeiden, sollten Betroffene lactosefreie Produkte konsumieren. Lactosefrei bezeichnet eine Konzentration von unter 100 mg Lactose pro kg Produkt. Vor der Injektion ist eine Inline-Dialyse als Probenvorbereitung der lactosefreien Milch erforderlich.

Iodid, Thiocyanat und Perchlorat in Milch mittels Inline-Dialyse

Wie bereits erwähnt, erfordert die Ionenanalyse in Milch eine gründliche Probenvorbereitung, um Ablagerungen von Fetten und Proteinen auf der Trennsäule zu verhindern. Auch dafür ist die Metrohm Inline-Dialyse die perfekte automatisierte Probenvorbereitungstechnik.

Mit der IC können alle drei Ionen – Iodid, Thiocyanat und Perchlorat – in einem einzigen Lauf problemlos bestimmt werden, sogar in Milchmatrices.

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Webinar

Ionenchromatographie für die Lebensmittelanalytik: präzise, sicher und wirtschaftlich

Dieses Webinar widmet sich den Applikationen für die Nahrungsmittelsicherheit in Milchprodukten, Fragen der Qualitätskontrolle bei Fleisch und Fisch sowie der Überwachung von gesundheitsgefährdenden Ionen in Softdrinks und Backwaren. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie Kosten und Zeit bei Ihren Analysen einsparen und die Stabilität und Zuverlässigkeit Ihrer Ergebnisse verbessern können. Sie werden außerdem erfahren, wie Sie Ihre Effizienz beim Einsatz einer automatisierten Probenvorbereitung (z. B. Inline-Ultrafiltration, Inline-Dialyse, Inline-Verdünnung) steigern können.

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