Farbstoffanalyse

Farbstoffe verschönern die uns umgebenden physikalischen Gegenstände durch Farbe. Neben ästhetischen Zwecken, schützen oberflächenhaftende Beschichtungen die Gegenstände vor mechanischen und chemischen Einwirkungen (z. B. Korrosion).

Cans of liquid paint

Entsprechend den Definitionen in den Normen DIN 55943, ISO 4617 und 4618 sowie ASTM D16-84 ist der Begriff Farbmittel auf Pigmente, Farbstoffe und Füllstoffe anwendbar. Diese werden mit Bindemitteln, Harzen und Weichmachern gemischt, um die gewünschte visuelle und funktionelle Wirkung durch die Oberflächenbeschichtung zu erhalten (z.B. Korrosionsschutz).

Je nachdem welche Herausforderungen an die Oberflächeneigenschaften gestellt werden, ist eine sorgfältige Überwachung der Zusammensetzung des Beschichtungssystems erforderlich. Zur Bestimmung Ihrer Farbmittel stellen wir eine Reihe von analytischen Verfahren bereit: von der Ionenchromatographie, Titration und Voltammetrie bis zur Spektroskopie.

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Farbstoffe in Übereinstimmung mit internationalen Normen analysieren

Farbstoffanalyse Normen

Farbstoffanalyse wird durch eine große Anzahl von internationalen Normen geregelt. 

Klicken Sie auf den folgenden Link um einen Überblick über Normen bzgl. Farbmittel, Pigment- und Farbstoffanalyse einschließlich der Analyten, Matrix und angewandten Analysemethode zu finden. 

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Anionen in Farbstoffen

Die Ionenkonzentrationen in wässrigen Farbstoffen wirken sich erheblich auf die physikalisch chemischen Eigenschaften der Färbung, insbesondere auf die Bindungskapazität des Farbstoffs mit dem Substrat, aus. Die Ionenchromatographie eignet sich ideal für die schnelle Bestimmung des Gehalts von ionischen Verunreinigungen in Farbstoffen. Sie ermöglicht zudem die Analyse von Schwermetallpigmenten, z. B. Chromat.

> Erfahren Sie mehr über die Ionenchromatographie bei Metrohm

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Spuren von Nitrobenzol in Anilin

Eine weitere Farbmittelklasse sind die Azofarbstoffe, die anteilsmäßig zwei Drittel aller Farbmittel repräsentieren. Ein Zufall führte zu deren erstmaligen Synthese. Während seinen Versuchen, Chinin als Heilmittel gegen Malaria zu synthetisieren, entdeckte Henry Perkin zufällig Anilinpurpur (auch Mauvein oder Perkinviolett), den allerersten synthetisch hergestellten Farbstoff.

Heute beginnt die industrielle Herstellung von Farbstoff mit Anilin, das selbst durch Nitrierung von Benzol zu Nitrobenzol mit anschließender Reduktion hergestellt wird. Für die genaue Bestimmung von Spuren des Nitrobenzols in Anilin ist die Voltammetrie die Methode der Wahl.

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Farbstoff-, Diethylenglykol-, Wasser- und Tensidgehalt in Tinte

Die meisten Tinten lassen sich als komplexe kolloidale Suspensionen von Pigmentpartikeln in einem Lösungsmittel beschreiben. Statt Pigmenten werden für Tinten wasserlösliche Farbstoffe und Lösungsmittel wie Diethylenglycol (DEG) verwendet. Tenside werden zur Stabilisierung der Suspension und zur Anpassung der Oberflächenspannung und Benetzungseigenschaften benötigt. Ferner beeinflussen sie die Wechselwirkung zwischen Tinte und Oberfläche.

Die VIS/NIR-Spektroskopie deckt die Analyse von fast allen Arten von Tinten-Inhaltsstoffen ab. Anhand des Beispiels von Schreibtinte, beschreibt die nachfolgende Anwendung die einfache Analyse des Farbstoff-, Diethylenglykol-, Tensid- und Wassergehalts.

> Erfahren Sie mehr über die NIR-Spektroskopiesysteme von Metrohm

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Weitere Applikationen und Produkte

Indigotextilfärbung im Prozess

Bei der Textilfärbung mit Indigo müssen viele Parameter überwacht werden, um eine qualitativ hochwertige Färbung zu gewährleisten. Unsere Prozessanalysatoren erleichtern die Analyse von pH-Wert, Temperatur, Redoxpotenzial sowie Hydrosulfit- und Indigokonzentrationen.

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815 Robotic Titration Soliprep with Titrando and laptop

Qualitätskontrolle von Sulfonamiden

Sulfonamide (z. B. Sulfanilamid) sind wichtige Ausgangsprodukte für Azofarbstoffe. Wie Sie Sulfonamid als Teil der Qualitätskontrolle mittels automatisierter potentiometrischer Titration bestimmen können, können Sie in der Anwendung aus dem Downloadbereich nachlesen.

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