Screening von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) in Wasser
06.12.2021

Einfache und schnelle Bestimmung von adsorbierbarem organisch gebundenem Fluor (AOF) mit Combustion Ionenchromatographie (CIC)

Per- und Polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind eine Klasse aus fast 10.000 künstlichen fluororganischen Verbindungen, auch bekannt als "Forever Chemicals". PFAS sind wasser-, öl- und hitzebeständig. Auf Grund Ihrer einzigartigen Eigenschaften finden sie in vielen Produkten und Branchen breite Anwendung. Allerdings können sie in die Wasserversorgung und Nahrungskette gelangen und so zu Gesundheitsprobleme beim Menschen führen. Die Stabilität dieser Stoffe und ihrer Abbauprodukte sowie ihre Neigung, Proteine zu binden, machen sie besonders schädlich. Gezielte Analysenmethoden erfassen nur einen kleinen Teil der Vielfalt an PFAS. Non-Target-Screening-Methoden bieten einen umfangreicheren Blick auf die Wasserqualität, indem der Gesamteinfluss der fluororganischen Verbindungen abgeschätzt wird.

Trotz der Forschungen und Vorschriften für langkettigen PFAS (z.B. Perfluoroctansäure, PFOA, und Perfluoroctansulfonsäure, PFOS), werden regelmässig neue Rezepturen für Chemikalien mit ähnlichen Eigenschaften veröffentlicht. Die gesundheitlichen Auswirkungen für die meisten dieser „Forever Chemicals“ sind nur unzureichend bekannt, da es mehrere Jahre dauern kann, um einen Zusammenhang zwischen der Belastungssituation und den daraus resultierenden Folgen nachzuweisen.

Die EU-Richtlinie 2020/2184 schlägt einen Höchstwert von 0,50 μg/L für PFAS insgesamt oder 0,10 μg/L für langkettige PFAS als Mindestanforderung für die Bewertung der Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch vor. Es gibt bereits mehrere Normen für die gezielte Bestimmung einiger weniger PFAS, die ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen(z.B. ASTM D7979, US-EPA Methode 533, 537.1, und SW-846). Dennoch werden die meisten dieser gefährlichen Stoffe nicht mit diesen Verfahren erfasst.

Umfassende Screening Methoden, wie z.B. die Bestimmung des Summenparameters für adsorbierbares organisch gebundenes Fluor (AOF) mit Hilfe der Combustion Ionenchromatographie (CIC), können die bessere Alternative zur Überwachung der gesamten Bandbreite an synthetischen fluororganischen Verbindungen in Wasser sein. Die AOF Analytik kann insbesondere hilfreich sein, um die Effizienz der Wasseraufbereitung zur Entfernung von schädlichen künstlichen fluororganischen Chemikalien zu überwachen und so ihre Freisetzung in die Umwelt oder in die öffentliche Wasserversorgung zu verhindern. Sie ist auch ein guter Indikator, um bei hohen Werten gezielte Detailanalysen einzuleiten.

Im Vergleich zu gezielten Analysenmethoden, die nur eine kleine Auswahl von Einzelverbindungen messen, ist die Bestimmung von AOF in Wasserproben mit Combustion Ionenchromatographie:

  • umfassender
  • robuster
  • einfacher in der Durchführung
  • eine schnelle, wirtschaftliche Screening-Alternative

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